Die ev. Kirche vor der "Judenfrage" in der Zeit des 3. Reiches

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Hier wohnte …“ - so beginnen meistens die Texte der „Stolpersteine“. Menschen wurden gedemütigt, verhaftet, beraubt, enteignet, vertrieben und ermordet, weil sie als Juden identifiziert wurden, und auch Menschen, die jüdische Vorfahren hatten, waren davon betroffen. Diese Menschen, die ganz normalen Nachbar*innen, hatten keine bleibende Stadt. Was hatte die Kirche dazu zu sagen? Und wie verhielten sich Menschen, die ihre Haltung mit christlichen Motiven begründeten? Das Gesamtbild ist ernüchternd und von Schweigen und Einverständnis mit den Repressalien und Verbrechen geprägt. Immerhin: Es gab auch positive Beispiele, also verhaltenen Protest und vor allem das helfende Handeln einzelner.

Referent: 
Prof. Dr. Klaus Fitschen
Institut für Kirchengeschichte Universität Leipzig
Termin(e): 
Dienstag, 12. Januar 2021 - 19:30
Ort: